Permanente Veränderungen, zunehmende Komplexität sowie Krisen fordern von
Führungskräften und Mitarbeitern nicht nur einen hohen Energieeinsatz, sie stellen uns auch immer wieder auf die Probe: körperlich, geistig, seelisch, emotional. Wer diesen
Herausforderungen erfolgreich begegnen möchte, braucht es eine gut entwickelte Resilienz. Unter Resilienz versteht man den Umgang mit Belastungen aber auch die Fähigkeit durch die Bewältigung von Herausforderungen die eigene Persönlichkeit zu stärken. Wer seine Resilienz verbessert, ist in der täglichen Arbeit belastbarer und weniger von stressbedingten Erkrankungen betroffen. Eine gut entwickelte Resilienz ist für erfolgreiche Mitarbeiter, Führungskräfte und Organisationen eine der Kernkompetenzen der Zukunft.

Aber auch im privaten Bereich hat eine hohe Resilienz positive Auswirkungen, auf Familie ebenso wie auf Freunde und Bekannte. Resilienz ist nicht wie früher angenommen angeboren, heute weiß man, dass man eine starke Resilienz-Fähigkeit erlernen und trainieren kann – und das in jedem Alter. Sowohl im Umgang mit Veränderungen als auch in der persönlichen Weiterentwicklung sowie in Gesundheitsfragen ist Resilienz ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg.

Hilfreich beim Aufbau von Resilienz ist ein Umfeld, das entsprechende Rahmenbedingungen für den Umgang mit Belastungen ermöglicht. Gefragt ist hier die Kultur des guten Führens, eine ressourcenorientierte Unternehmenskultur sowie geeignete Unterstützungssysteme. Menschen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, die gut mit Stress, Druck und Belastungen umgehen können, haben etwas gemeinsam.

Sie zeigen im Alltag nicht nur Stabilität, Gelassenheit und Stärke, sondern kommen rasch wieder auf die Beine und bewältigen ihr Leben wie zuvor. In der Regel haben sie im Laufe ihres Lebens eine Vielzahl von Fähigkeiten und Eigenschaften entwickelt, auf die sie im Bedarfsfall zurückgreifen können. Dazu gehören unter anderem:

  1. Eine gute Selbstfürsorge mit entsprechenden Stressmanagement-Strategien
  2. Ein gelebtes Wertebild mit eigenen Zukunftsvisionen und persönlichen Zielen
  3. Ein tragfähiges soziales Netzwerk sowie eine aktive Beziehungspflege
  4. Ein belastbares Selbstwertgefühl
  5. Eine realistische Wahrnehmung und Bewertung von Situationen und Zusammenhängen
  6. Ein lösungs- und wachstumsorientiertes Mindset
  7. Eigeninitiative, Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit

Es ist entscheidend, nicht nur die wesentlichen Faktoren zum Aufbau einer guten Resilienz zu kennen, sondern ganz persönliche Ressourcen zu entwickeln, die sich auch im beruflichen und privaten Alltag umsetzen lassen. Was hierbei helfen kann, ist ein auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Resilienz-Training. Hierbei geht es darum, trotz negativer Einflussfaktoren von außen eine bewusste Entscheidung für das eigene Leben zu treffen und es leben zu wollen. Die Grundlage dafür ist die Entwicklung einer gesunden Selbstwahrnehmung, Optimismus und Akzeptanz für die Dinge, die man sowieso nicht verändern kann.

Welche Ergebnisse hat man nach einem guten Resilienz-Training erreicht?
Im Grunde kann man es auf einen Nenner bringen: Man hat gelernt, wie man eine hohe
mentale Widerstandskraft entwickeln kann und wie man gelassener reagiert, um sich von den Herausforderungen des Alltags nicht unterkriegen zu lassen. Resiliente Menschen erleben Krisen ebenso schmerzhaft wie andere, der Unterschied ist
jedoch, der Schmerz lähmt sie nicht. Resilienz bedeutet “Ja!” zu sich selbst zu sagen, Ja zu einem neuen Selbstbewusstsein und “Ja!” zur Selbstverantwortung.

Autor: Andreas Langner

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