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Einblicke aus der Praxis
Führung im Vertrieb ist kein Selbstläufer – besonders nicht bei Übergängen auf neue Verantwortungsebenen. Ob vom Vertriebsmitarbeiter zur Führungskraft, von der Teamleitung zum Bereichsverantwortlichen oder bis hin zur Steuerung internationaler Vertriebsorganisationen: Jeder Karriereschritt bringt neue Anforderungen mit sich. Und viele Führungskräfte stellen schnell fest, dass Erfahrung im Verkauf nicht automatisch Führungskompetenz bedeutet.

Vom Top-Performer zur Führungskraft – ein Perspektivwechsel mit Tücken
Viele neue Führungskräfte im Vertrieb starten ihre Laufbahn als Top-Verkäufer. Ihre Beförderung basiert oft auf exzellenten Ergebnissen – nicht auf Führungserfahrung. Was häufig unterschätzt wird: Führung ist keine logische Erweiterung der Vertriebstätigkeit, sondern eine neue Disziplin. Hier geht es nicht mehr darum, selbst die besten Abschlüsse zu erzielen, sondern andere dazu zu befähigen.

Ein zentrales Thema in diesem Übergang ist das sogenannte Peter-Prinzip: Menschen werden so lange befördert, bis sie eine Position erreichen, in der sie überfordert sind. Im Vertrieb zeigt sich das besonders deutlich. Wer neu in der Führungsrolle ist, braucht gezielte Unterstützung – durch Coaching, Training und Reflexion –, um die nötigen Kompetenzen aufzubauen und Führungswirksamkeit zu entwickeln.

Führung von Führungskräften: Vom Coach zum Strategen
Der nächste Sprung – Führung auf der zweiten Ebene – bringt ganz andere Herausforderungen mit sich – das Managen von Managern. Nun geht es darum, Führung systemisch zu denken: Skalierbare Strukturen aufzubauen, durch andere zu führen, ohne den Kontakt zur operativen Realität zu verlieren, und Verantwortung mit Vertrauen in Balance zu bringen.
In dieser Phase unterstützen Coachings dabei, den strategischen Blick zu schärfen, wirksam zu kommunizieren und Führung mit Klarheit und Struktur zu gestalten.

Global Leadership: Neue Anforderungen an Haltung und Handlung
Mit dem Schritt in die globale Vertriebsverantwortung oder Unternehmensleitung verschiebt sich der Fokus erneut: Internationale Märkte, kulturelle Vielfalt, komplexe Stakeholder-Strukturen und langfristige Strategiearbeit stehen im Zentrum. Hier braucht Führung mehr als Erfahrung – gefragt sind Integrität, systemisches Denken und die Fähigkeit, Visionen wirksam zu vermitteln.
Coaching auf dieser Ebene fördert die Selbstreflexion, hilft bei der Positionierung in politischen Umfeldern und ermöglicht es, organisationale Wirksamkeit gezielt auszubauen.

Fazit: Führung ist lernbar – auf jeder Stufe
Was erfolgreiche Führung im Vertrieb ausmacht, ändert sich mit jeder neuen Rolle. Kein Karriereschritt ist rein logisch aus dem vorherigen ableitbar – neue Denkweisen, Methoden und Haltungen sind gefragt. Coaching kann hier entscheidend sein: als Reflexionsraum, Sparring und Katalysator für Entwicklung.
Professionelles Coaching im Vertrieb bringt nicht nur die individuelle Führungskraft weiter, sondern wirkt auch positiv auf Teamperformance, Unternehmenskultur und Geschäftserfolg. Es lohnt sich, in Führungskompetenz zu investieren – auf allen Ebenen.

Autor: Holger Klein

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Das 360° Leadership Circle Profil – Ein Kompass für Führung in der Krise

Führung unter Druck – wenn Unsicherheit zum Alltag wird

Krisenzeiten stellen Führungspersönlichkeiten seit jeher vor besondere Herausforderungen. Inmitten komplexer Veränderungen, steigender Erwartungen und wachsender Unsicherheit geraten traditionelle Führungsansätze häufig an ihre Grenzen. In solchen Situationen zeigt sich nicht nur fachliche, sondern vor allem persönliche Reife. Ein oft übersehener Aspekt: Führung wird in der Krise nicht neu erfunden – sie wird entblößt.

Dabei kann sich Führung dann schnell wie ein einsamer Kampf anfühlen. Automatisierte Verhaltensmuster, unbewusste Steuerungsmechanismen und innere Antreiber treten in den Vordergrund. Wer diese erkennt und reflektiert, kann auch unter Druck wirksam führen. Das 360° Leadership Circle Profil© (LCP) bietet einen strukturierten Rahmen, um genau diese Aspekte sichtbar und bearbeitbar zu machen. Der folgende Beitrag beleuchtet, wie dieses Instrument funktioniert und welchen Nutzen es insbesondere in unsicheren Zeiten entfalten kann.

Die unsichtbare Last der Führung

In Gesprächen mit Führungskräften auf mittlerer und oberer Managementebene wird deutlich, dass viele Herausforderungen nicht auf der operativen Ebene liegen. Vielmehr geht es um innere Spannungen, emotionale Dilemmata und ungelöste Fragen wie:

  • Wie viel Nähe zum Team ist professionell – und ab wann wird sie als Schwäche interpretiert?
  • Wie lässt sich Kontrolle ausüben, ohne ins Mikromanagement zu verfallen?
  • Wie kann in Situationen wirksam geführt werden, in denen selbst die Führungskraft keine klaren Antworten hat?

Diese Themen werden selten offen diskutiert, beeinflussen jedoch maßgeblich die Qualität von Führung. Gerade in der Krise verstärken sich bestehende Muster – häufig unbewusst und oft unreflektiert.

Was ist das Leadership Circle Profil©?

Das Leadership Circle Profile© ist ein wissenschaftlich fundiertes 360°-Feedbackinstrument, das sowohl das äußere Verhalten als auch die inneren Antreiber von Führungspersonen erfasst. Es integriert Erkenntnisse aus Psychologie, Managementforschung und Persönlichkeitsentwicklung in einem Modell, das nicht nur Symptome aufzeigt, sondern deren Ursachen. Das Profil basiert auf zwei zentralen Dimensionen:

  1. Reaktives Führungsverhalten: Verhaltensweisen, die aus defensiven Mustern entstehen – z. B. übermäßige Kontrolle, Harmoniestreben oder Zurückhaltung.
  2. Kreatives Führungsverhalten: Verhaltensweisen, die aus einem bewussten, reflektierten Selbstbild hervorgehen – z. B. Zielklarheit, Integrität oder systemisches Denken.

Das Besondere am LCP: Es verknüpft Leistung und Bewusstsein miteinander. Es geht nicht darum, wer die Führungskraft ist (!), sondern wie sie wirkt und warum sie auf eine bestimmte Weise handelt.

Reaktive Muster – wenn Gewohnheit zur Schwäche wird

Das Modell unterscheidet zwischen verschiedenen reaktiven Ausprägungen, die vor allem unter Druck sichtbar werden:

  • Kontrollmuster: Hoher Fokus auf Perfektion und Detailtreue; häufig gekoppelt mit einem Misstrauen gegenüber Delegation.
  • Zustimmungsmuster: Überangepasstes Verhalten aus Angst vor Ablehnung; Entscheidungen werden verzögert oder verwässert.
  • Zurückhaltungsstrategien: Emotionale Distanz, um keine Angriffsfläche zu bieten; oft gepaart mit dem Verlust von Nahbarkeit.

Diese Muster sind nicht per se negativ. Sie können in bestimmten Situationen durchaus hilfreich sein. Problematisch wird es jedoch, wenn sie unbewusst die Führung dominieren – insbesondere in Krisenzeiten, in denen Agilität, Mut und klare Kommunikation gefragt sind.

Kreative Führung – Haltung statt Reaktion

Dem gegenüber stehen kreative Führungsqualitäten. Sie zeichnen sich durch eine höhere Selbstreflexion, ein klares Wertebewusstsein und systemisches Denken aus:

  • Authentizität: Kongruenz zwischen Denken, Fühlen und Handeln.
  • Ziel- und Ergebnisorientierung: Klare Ausrichtung ohne operative Hektik.
  • Integrität: Konsequenz im Handeln auf Basis von Werten – auch unter Druck.

Führungspersönlichkeiten, die in diesen Bereichen stark ausgeprägt sind, agieren bewusster, klarer und wirksamer – gerade in unsicheren Situationen. Hier kann das Leadership Circle Profil© unterstützen: Es liefert eine grafisch und inhaltlich dichte Auswertung, die sowohl Eigen- als auch Fremdwahrnehmung abbildet. Dabei wird deutlich, in welchen Bereichen Diskrepanzen bestehen – z. B. wenn eine Führungskraft sich als klar und entscheidungsfreudig sieht, das Team sie jedoch Unentschlossenheit erlebt. Darüber hinaus werden die darunterliegenden Glaubenssätze sichtbar gemacht, die bestimmte Verhaltensmuster antreiben. Diese Bewusstmachung bildet die Grundlage für gezielte Entwicklungsprozesse, die über rein methodische Trainings deutlich hinausgehen.

Führung in der Krise beginnt mit Selbstklärung

Krisen erzeugen Druck. Unter Druck greifen Menschen auf vertraute Muster zurück – auch Führungskräfte. Wer in diesen Situationen nicht nur reagiert, sondern reflektiert, erhöht die eigene Wirksamkeit erheblich. Das Leadership Circle Profil© liefert hierfür keine Patent-Rezepte, sondern strukturiert relevante Erkenntnisse über das eigene Führungsverhalten. Es macht sichtbar, wo Selbst- und Fremdbild auseinanderfallen, welche Verhaltensmuster durch unbewusste Überzeugungen gesteuert werden – und wie diese Muster durch bewusste Entwicklungsarbeit verändert werden können.

Bewusstsein als Schlüssel zur Führungskompetenz

Wirksame Führung basiert nicht auf mehr Wissen oder besseren Tools. Sie basiert auf vertiefter Selbstwahrnehmung und einem reflektierten Umgang mit inneren Mustern. Das Leadership Circle Profil© kann als ein strukturierter Kompass dienen, um diese Selbstklärung zu ermöglichen. Wer als Führungskraft bereit ist, sich nicht nur mit äußeren Anforderungen, sondern auch mit den inneren Dynamiken des eigenen Handelns auseinanderzusetzen, legt die Grundlage für langfristige Wirksamkeit – auch und gerade unter Druck.

Autor: Martin Borgstädt

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Autismus verstehen – und begleiten: Warum Coaching eine wertvolle Unterstützung ist

Autismus ist kein Makel – es ist eine besondere Art, die Welt zu erleben. Menschen im Autismus-Spektrum nehmen Reize, soziale Situationen und innere Prozesse oft anders wahr als neurotypische Menschen. Was für manche als „anders“ erscheint, ist für Betroffene Alltag – voller Herausforderungen, aber auch voller Ressourcen und Potenziale.

Was bedeutet Autismus überhaupt?

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) umfassen eine Vielzahl neurobiologischer Besonderheiten. Häufig zeigen sich Auffälligkeiten in der sozialen Kommunikation, im Verhalten und in der Verarbeitung von Sinneseindrücken. Jeder Mensch im Spektrum ist jedoch einzigartig: Während manche viel Unterstützung im Alltag brauchen, leben andere sehr selbstständig – aber mit unsichtbaren Hürden.

Typische Merkmale können sein:

  • Schwierigkeiten mit nonverbaler Kommunikation (z. B. Mimik, Augenkontakt)

  • Besonderheiten im sozialen Miteinander

  • Spezielle Interessen oder stark ausgeprägte Routinen

  • Sensorische Empfindlichkeiten (z. B. Geräusche, Licht, Kleidung)

Coaching für Menschen im Autismus-Spektrum – was bringt das?

Ein Coaching-Angebot kann für Menschen im Autismus-Spektrum eine echte Lebenshilfe sein – individuell, ressourcenorientiert und alltagsnah. Es geht nicht darum, den Menschen zu „verändern“, sondern dabei zu unterstützen, die eigene Lebensweise zu verstehen und selbstbestimmt zu gestalten.

Ein Autismus-Coaching kann helfen bei:

  • Selbstorganisation und Struktur im Alltag

  • Beruflicher Orientierung und Kommunikation im Arbeitskontext

  • Umgang mit Stress, Reizüberflutung und sozialer Überforderung

  • Stärkung des Selbstwertgefühls

  • Klärung von Konflikten im familiären oder beruflichen Umfeld

Was macht einen guten Autismus-Coach aus?

Ein guter Autismus-Coach bringt nicht nur Fachwissen mit, sondern auch Empathie, Geduld und eine klare Kommunikation. Wichtig ist ein Verständnis für neurodiverse Perspektiven – ohne vorschnelle Bewertungen oder „Normalisierungsdruck“.

Unsere Plattform bringt Sie mit erfahrenen Coaches zusammen, die auf Autismus spezialisiert sind. Sie arbeiten lösungsorientiert, mit Blick auf Ihre individuellen Bedürfnisse – sei es als betroffene Person, Angehörige oder Fachkraft.

Fazit: Coaching schafft Brücken

Menschen mit Autismus brauchen keine Anpassung an ein starres System – sondern Systeme, die bereit sind, sich anzupassen. Coaching kann genau das leisten: eine Brücke bauen zwischen der eigenen Welt und den Anforderungen des Alltags.

Autorin: Tanja Knob

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Goodbye Fleisch, hallo Vielfalt – wie vegetarische Ernährung den Alltag bereichert

echtJETZT: Carolin, du bist Ernährungsexpertin und beschäftigst dich seit vielen Jahren mit pflanzenbasierter Ernährung. Warum entscheiden sich immer mehr Menschen für einen vegetarischen Lebensstil?

Carolin: Die Gründe sind vielfältig. Viele Menschen möchten durch ihre Ernährung aktiv zum Klima- und Tierschutz beitragen. Andere hoffen auf gesundheitliche Vorteile – wie ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Übergewicht. Auch ethische, spirituelle und nachhaltige Überlegungen spielen eine Rolle. Die vegetarische Ernährung ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

echtJETZT: Worauf muss man achten, wenn man auf tierische Produkte verzichtet?

Carolin: Eine vegetarische Ernährung kann sehr gesund sein – wenn sie ausgewogen gestaltet wird. Besonders wichtig ist die ausreichende Versorgung mit kritischen Nährstoffen wie Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß, Vitamin B12 und Vitamin D. Vor allem Vitamin B12 muss meist supplementiert werden, da es fast ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt.

Supplements – sinnvoll oder überflüssig?

echtJETZT: Wie stehst du allgemein zu Nahrungsergänzungsmitteln?

Carolin: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine schlechte Ernährung – können aber eine wertvolle Ergänzung sein, gerade in bestimmten Lebensphasen oder bei vegetarischer und veganer Ernährung. Wichtig ist: sich individuell beraten lassen und keine Produkte auf Verdacht einnehmen.

echtJETZT: Können auch Kinder vegetarisch ernährt werden?

Carolin: Ja, absolut – mit besonderer Aufmerksamkeit. Kinder haben einen hohen Nährstoffbedarf im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht. Eine bunte, abwechslungsreiche Ernährung mit Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Milchprodukten, Eiern, Nüssen, Gemüse und Obst ist essenziell. Auch hier sollte auf kritische Nährstoffe wie Vitamin B12, Eisen und Jod geachtet werden – regelmäßige Kontrollen durch Kinderärztinnen oder Ernährungsberaterinnen sind empfehlenswert.

Gesellschaftlicher Druck und Vorurteile

echtJETZT: Viele Menschen berichten, dass sie mit ihrer vegetarischen Ernährung im sozialen Umfeld anecken. Wie siehst du das?

Carolin: Das ist leider ein häufiges Thema. Ernährung ist emotional aufgeladen. Wer sich vegetarisch ernährt, wird manchmal als „Verzichtender“ wahrgenommen oder muss sich rechtfertigen. Dabei geht es meist nicht um Missionierung, sondern um persönliche Entscheidungen. Mein Rat: offen über die eigenen Beweggründe sprechen, aber gleichzeitig tolerant mit anderen Essgewohnheiten umgehen. Ernährung ist keine Schwarz-Weiß-Frage – sondern eine bewusste, individuelle Entscheidung.

Einstieg leicht gemacht – so klappt der Umstieg

echtJETZT: Hast du Tipps für den Einstieg in die vegetarische Ernährung?

Carolin: Unbedingt! Beginnen Sie mit ein bis zwei fleischfreien Tagen pro Woche – sogenannte „Veggie Days“. Probieren Sie neue Rezepte mit Hülsenfrüchten, Tofu, Tempeh oder Fleischalternativen. Und: Geben Sie sich Zeit. Der Umstieg muss nicht radikal erfolgen – jeder Schritt zählt, für Ihre Gesundheit, das Klima und Ihr Wohlbefinden.

echtJETZT: Wie lässt sich vegetarische Ernährung im Familienalltag umsetzen? Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder kein „grünes Zeug“ oder Hülsenfrüchte mögen.

Carolin: (lacht) Ja, das kenne ich gut. Kinder sind oft wählerisch, besonders bei Konsistenzen und intensiven Aromen. Aber mit etwas Kreativität klappt es!

echtJETZT: Hast du konkrete Beispiele?

Carolin: Klar! Hülsenfrüchte wie rote Linsen lassen sich wunderbar in eine Bolognese integrieren – sie zerkochen weich und nehmen den Geschmack der Sauce auf. Auch pürierte Kichererbsen oder Linsen kann man in Bratlinge, Waffeln oder Frikadellen mischen. Oder ein cremiges Hummus mit Brotsticks oder Rohkost servieren – das mögen viele Kinder überraschend gern.

Tipp aus der Praxis:
Meine Kinder lieben Edamame – eine nährstoffreiche Hülsenfrucht mit viel Eiweiß, Folsäure und Eisen. Nicht die eisenreichste, aber eine tolle Ergänzung im Alltag.

Grünes schmackhaft machen

echtJETZT: Und wie sieht es mit Kräutern und grünem Gemüse aus?

Carolin: Auch hier hilft sanftes Herantasten. Spinat in Lasagne, Brokkoli klein geschnitten in Nudelsoßen oder Aufläufe – so gelingt der Einstieg. Bei Kräutern empfehle ich milde Sorten wie Schnittlauch oder Petersilie, fein gehackt in Quark oder Frischkäse. Oder ein Pesto aus Basilikum oder Petersilie – das lieben viele Kinder!

echtJETZT: Hast du ein Lieblingsrezept für ein „Rundum-sorglos-Gericht“?

Carolin: Ein mildes vegetarisches Curry mit Kokosmilch, Karotten und Tofu. Oder ein überbackener Gemüseauflauf. Auch Wraps mit Frischkäse, geraspeltem Gemüse und Ei sind perfekt für unterwegs. Zum Frühstück: Porridge mit Hafermilch und Nussmus – ein echter Energiebooster!

echtJETZT: Viele sorgen sich, dass vegetarisches Essen nicht richtig sättigt.

Carolin: Sättigung kommt durch Eiweiß und Ballaststoffe. Vollkornprodukte, Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sind hier ideal. Wichtig ist: nährstoffreich, nicht mengenreich.

Vegetarisch trotz Zeitmangel

echtJETZT: Und wenn wenig Zeit zum Kochen bleibt?

Carolin: Dann empfehle ich: 2–3 einfache Rezepte, die immer gehen – z. B. Linsen-Bolognese, Gemüse-Curry oder ein schnelles Chili. Vieles lässt sich vorkochen oder einfrieren. Und Tiefkühlgemüse ist eine großartige Lösung: zeitsparend und vitaminreich.

echtJETZT: Und was bedeutet Resilienz im Zusammenhang mit Ernährung?

Carolin: Resilienz ist die Fähigkeit, auch in herausfordernden Zeiten körperlich und mental stark zu bleiben. Ernährung spielt eine Schlüsselrolle – sie beeinflusst Energielevel, Immunfunktion und unsere Stimmung. In unserer Detox- und Fastenwoche kombinieren wir deshalb gezielt pflanzenbasierte Ernährung mit Achtsamkeit und Bewegung.

echtJETZT: Welche Rolle spielt vegetarische Ernährung speziell für die Resilienz?

Carolin: Pflanzliche Lebensmittel liefern wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, die Entzündungen hemmen und das Immunsystem stärken. Auch die Darmgesundheit profitiert – und der Darm beeinflusst maßgeblich unsere mentale Verfassung.

Mikronährstoffe für die Seele

echtJETZT: Gibt es spezielle Nährstoffe, die besonders gut für die Psyche sind?

Carolin: Ja – zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren aus Chiasamen oder Walnüssen, Magnesium aus grünem Blattgemüse und B-Vitamine aus Vollkornprodukten. Sie alle fördern mentale Klarheit und Belastbarkeit.

echtJETZT: Kann vegetarische Ernährung auch beim Stressabbau helfen?

Carolin: Absolut. Antioxidantien reduzieren oxidativen Stress, Ballaststoffe stärken die Darmflora – beides wirkt sich positiv auf unsere Stimmung aus. Und: Achtsames Essen reduziert Stress direkt im Alltag.

echtJETZT: Wie sinnvoll ist die Kombination aus Achtsamkeit und vegetarischer Ernährung?

Carolin: Sehr sinnvoll! Achtsamkeit hilft, bewusster zu essen, emotionales Essen zu vermeiden und die Körpersignale besser zu verstehen. In unserer Detox- und Fastenwoche legen wir genau darauf Wert – wir begleiten die Teilnehmenden durch diese nachhaltige Verhaltensumstellung.

echtJETZT: Ergänzen sich Bewegung und vegetarische Ernährung?

Carolin: Ja, sie verstärken sich sogar. Bewegung unterstützt die Nährstoffaufnahme und sorgt für mehr Energie. Gleichzeitig liefert eine pflanzliche Ernährung „leichte Energie“, ohne Völlegefühl – ideal für Sport und Alltag.

echtJETZT: Welche Lebensmittel sind besonders gut fürs Herz?

Carolin: Linsen, Bohnen und Kichererbsen senken den Cholesterinspiegel. Nüsse und Samen liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Grünes Blattgemüse, Beeren und Haferflocken wirken antioxidativ und blutdrucksenkend.

Moderator: Stimmt es, dass Vegetarier seltener unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden?

Carolin: Ja, das ist wissenschaftlich gut belegt. Studien zeigen ein deutlich geringeres Risiko für Bluthochdruck und Herzerkrankungen bei vegetarischer Ernährung – vorausgesetzt, sie ist naturbelassen und nicht durch Fertigprodukte dominiert. Genau das trainieren wir in der MiNT Detox- und Fastenwoche: 10 Tage ohne Zucker, Alkohol, Fleisch und industrielle Produkte – mit spürbaren Ergebnissen!

echtJETZT: Kann pflanzliche Ernährung auch bei genetischer Vorbelastung helfen?

Carolin: Ja – und wie! Wer erblich vorbelastet ist, kann mit gesunder Ernährung, Bewegung und Stressreduktion aktiv vorbeugen. Eine nährstoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung schützt die Gefäße und reduziert Entzündungen – das ist echte Prävention.

Und zum Schluss: Dein Lieblingsgericht?

Carolin: Ganz klar: meine mexikanische Quinoa-Linsenpfanne mit hausgemachter Guacamole – nährstoffreich, sättigend und einfach köstlich!

echtJETZT: Vielen Dank, Carolin – für die vielen wertvollen Impulse. Da bekommt man direkt Lust, loszulegen!

Carolin: Sehr gerne – und denken Sie daran: Kleine Veränderungen haben oft die größte Wirkung!

Autorin: Carolin Bodens-Richter

Unser Tipp: Sie wollen einen Neustart wagen für Körper, Geist und Seele? Dann ist das zehntägige DETOX-PAKET von Carolin Bodens-Richter mit Start im September bestimmt interessant für Sie.

Meine Erfahrung mit dem Persönlichkeits-Test auf Basis der „Big FIVE for life“

Im Sommer 2021 kam ich in meiner Arbeit als Coach zum ersten Mal mit dem Persönlichkeitstest „LPP – LINC PERSONALTIY PROFILER“ in Berührung. Ich muss gestehen, ich war von Beginn an gefesselt und begeistert. Die Grundlage für diesen  Persönlichkeits-Test sind die „Big FIVE“: Fünf weitgehend unabhängige Faktoren, die die Persönlichkeit eines Menschen umfassend beschreiben. Die Entwicklung der Big FIVE begann in den 1930er Jahren. Seither wird das profunde Persönlichkeits-Modell stetig weiterentwickelt. In den letzten 20 Jahren hat sich der Big Five-Ansatz international als universelles Standardmodell in der Persönlichkeitsforschung durchgesetzt und ist so gut erforscht und bestätigt wie kaum ein anderes Modell in der Psychologie (Anwendung in über 3.000 wissenschaftlichen Studien).

Gerne werden im Coaching auch verschiedene Typentests verwendet, bei denen versucht wird, Menschen in Stereotypen zu clustern. Diese teils eindimensionale Vorstellungen von Persönlichkeit erzeugen ein Denken in Schubladen und Vorurteilen und suggerieren, dass sich Menschen in wenige Urtypen einteilen ließen. Nicht selten werden dabei falsche Vorstellungen der Persönlichkeit vermittelt.

Profunde Tipps und individuelle Hilfestellungen im Coaching

Mit dem Big Five Modell ist es dagegen gelungen, die Auswertung der Persönlichkeit nicht nur bildhaft und verständlich darzustellen, sondern auch jede Menge profunder Tipps und individuelle Hilfestellungen für die wichtigsten Handlungsfelder aufzuzeigen. Wie wirke ich auf Menschen? Wie gehe ich mit Menschen um, die eine andere Ausprägung haben als ich? Wie kann ich meine Charaktereigenschaften, Motive und Kompetenzen am besten für mich nutzen? Und genau hier beginnt der eigentliche Nutzen im Coaching: Um seine Persönlichkeit zu optimieren, braucht es ein Bewusstsein darüber, wo man gerade in seinem Leben steht und warum man auf bestimmte Situationen oft ungewollt reagiert.

Auf Basis der Ergebnisse des profunden Persönlichkeitstests (hier geht’s zum kostenlosen Erstgespräch) habe ich als Coach eine solide Grundlage, um ganz gezielt und individuelle auf die Ausprägungen in den einzelnen Facetten der Persönlichkeit einzugehen. Beispiel: Wie bewusst ist Dir die Ausprägung in dieser Facette deiner Persönlichkeit? In welcher Situation konntest Du sie bereits erfolgreich anwenden? An welcher Stelle fühlst Du Dich blockiert?

Im Coaching kann nun sehr gut herausgearbeitet werden, welche Motivation meinen Coachee tatsächlich begleitet. Die Motive geben die Richtung der gewünschten Entwicklung vor. Also „Was möchte er/sie tun und warum möchte er/sie es tun?“ Die Charaktereigenschaften sind dafür verantwortlich, wie er diese Position ausfüllt. Sie beschreiben seinen Arbeitsstil, Kommunikationsstil oder Konfliktstil. Und schließlich kann man über die ausgearbeiteten Kompetenzen sehr gut erkennen „Wie gut?“, also wie kompetent der Mensch das tut, was er tut. Aufbauend auf diesen Grundlagen können vertiefende Focus-Themen (zum Beispiel zu „Partnerschaft“, „Teamfähigkeit“, „Leadership“) bearbeitet und auch die „zentrale Sinnstiftung“ im Leben des Coachees gemeinsam ermittelt werden.

Big FIVE for Life als Basis für Kollaboration und Leadership

Besonders in der Persönlichkeitsentwicklung und Entwicklung der Führungsqualität, und ebenso als Instrument zur Teamentwicklung ist der Big Five Test sehr wertvoll. So kann man zum Beispiel Persönlichkeitsstile im Team erkennen und die Zusammenarbeit mittels der Testergebnisse optimieren.

Jedoch sollte Eines immer bewusst sein: Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass im Coaching eine neue Persönlichkeit geformt wird. Persönlichkeit entwickelt sich über Jahre und ist relativ stabil durch einen lebenslangen Sozialisierungsprozess. Im Kern geht es darum, die eigene Persönlichkeit besser zu verstehen und intensiv kennen zu lernen, um dabei Bereiche zu identifizieren und entsprechende Verhaltensweisen zu optimieren durch ein besseres Bewusstsein im Umgang mit sich selbst und anderen.

Autor: Thomas Brandl